Kekova - die versunkene Stadt
Nein, sie werden in Kekova, der versunkenen Stadt, keine antike Agrargerätschaft unter Wasser entdecken, die auf der Flucht vor den Fluten zurückgelassen wurde (abgesehen davon, dass Tauchen hier verboten ist). Auch halbfertige Inschriften an irgendwelchen Sarkofargen werden sie sicherlich vergeblich suchen. Die Stadt ist keineswegs an einem Vormittag kurz vor Ostern des Jahres 333 v.Chr. im Wasser versunken. Vielmehr währte der Vorgang einige Jahrhunderte, so dass die Einwohner der antiken lykischen Stadt sich durchaus darauf einstellen konnten. Zwei Erdbeben in den Jahren 141 und 240 n.Chr. gaben Kekova schließlich den Rest. Dem fachkundigen Betrachter fallen dabei verschiedene Epochen ins Auge, so mancher Leie betrachtet die Überreste eher gelangweilt. Der unsagbaren Schönheit der Region tut dies keinen Abbruch.
Auch für den Besuch von Kekova empfehlen wir eine Bootstour von Kaş. In der Region Kekova gibt es zahlreiche kleine originelle Restaurants, Pensionen und kleine Läden. Dem aufmerksamen Betrachter wird auffallen, dass in der Region nicht die Männer sondern die Frauen zum Fischen gehen. Selbst Mädchen im vorpubertären Alter beherrschen schon sämtliche Tricks der Großen und rudern, wie die Weltmeister(inen). An einem steilen Hüger gegenüber der Hauptinsel liegt das kleine Dorf Kale Köyü. Gekrönt wird dieser von einer kleinen Burg, erbaut von Mehmet II. (1432-1481). Wer den schweißtreibenden Aufstieg zu dem 80-reihigen Amphitheater nicht scheut, wird mit einer malerischen Aussicht fürstlich belohnt.

