Kaş - Antiphellos
Kaş war noch vor einigen Jahrzehnten ein kleines vom Tourismus nahezu unberühretes Dorf ganz im süden der lykischen Halbinsel. Heute ist Kaş etwas reifer geworden, konnte sich jedoch trotz einsetzendem Tourismus seinen einzigartigen Charme bewahren. Kaş wurde auf den Ruinen des antiken Antiphellos erbaut, einige der Überreste sind noch überaus gut erhalten, einige weniger. Ein besonders eindrucksvolles Wahrzeichen des kleinen Städtchens ist der Löwensarkopharg aus dem 4. Jh.v.Chr. mitten im Zentrum. In Kaş ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer Ruhe sucht, kann sich am Strand entspannen, wer das Wandern liebt, kommt ebenfalls auf seine Kosten: der lykische Wanderweg wurde unlängst von der UNESCO als einer der zehn schönsten der Welt ausgezeichnet (näheres unter Kaş - Aktivitäten).Das Gebiet um Kaş war bereits in prähistorischer Zeit besiedelt. In lykischer und römischer Zeit war Antiphellos der Hafen von Phellos, das oberhalb der Stadt lag. Heute sind in Phellos noch einige eindrucksvolle Ruinen zu bestaunen. Die Geschichte Phellos' reicht bis in das 7. Jh.v.Chr. zurück. Unter römischer Herrschaft wurden hier vor allem Schwämme und Holz exportiert. In byzantinischer Zeit war Antiphellos, das seine "Mutter" Phellos mittlerweile an Bedeutung überflügelt hatte, immerhin noch Bischofssitz. Mit der Ankunft der Araber war das Ende einer Glanzvollen Zeit besiegelt, die einst so ruhmvolle Stadt verkam zum unbedeutendem Fischerdorf. Erst in den letzten Jahrhunderten bekam Kaş durch Griechen wieder ein Gesicht, die vielen verwinkelten Gässlein, der mediterraine Charm, die prachtvollen Häuslein erinnern noch an die überwiegend griechische Bevölkerung, die 1923 im Rahmen des Kulturaustauschs ihre Heimat verlassen mussten.
